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luftgekühlte Kältemaschine von ENGIE Refrigeration

Rechenzentren im Wandel: Welche Rolle spielt das Kälteportfolio von ENGIE Refrigeration?

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26. März 2026

Die Data Centre World in Frankfurt zeigt Jahr für Jahr, wohin sich der internationale Rechenzentrumsmarkt entwickelt. ENGIE Refrigeration ist auf dem Gemeinschaftsstand mit ENGIE Deutschland vor Ort und Jürgen Martin, Key Account Manager Data Center bei ENGIE Refrigeration erläutert, welche technologischen Trends derzeit den Markt prägen – und wie das Produktportfolio von ENGIE Refrigeration dazu passt – und warum es sich natürlich lohnt, die ENGIE Refrigeration auf dem Stand H.102 in Frankfurt zu besuchen.

Jürgen, welche zentralen Entwicklungen erwarten uns deiner Einschätzung nach auf der Data Centre World in Frankfurt?

Jürgen: Sicherlich können wir die zunehmende Konzentration von technischen Lösungen bei einzelnen Anbietern beobachten. Viele Marktteilnehmer präsentieren heute keine isolierten Komponenten mehr, sondern komplette Portfolios: Kälteerzeugung, Luftführung, Flüssigkeitskühlung und Steuerungssysteme aus einer Hand. Der Markt verlangt immer stärker nach integrierten Lösungen, die sich einfach planen, betreiben und skalieren lassen. Für Spezialisten wie ENGIE Refrigeration bedeutet das nicht, dass klassische Kältetechnik an Bedeutung verliert – im Gegenteil. Sie bleibt ein zentrales Rückgrat moderner Rechenzentren, muss aber zunehmend in übergeordnete Konzepte eingebettet werden.

Ein großes Thema ist auch die Skalierbarkeit von Rechenzentren. Wie ist dieser Trend einzuordnen?

Jürgen: Skalierbarkeit ist aktuell eines der dominierenden Themen. Viele Rechenzentren werden heute nicht mehr vollständig auf einmal gebaut, sondern modular erweitert, häufig auf Basis von Containerlösungen. Collocator starten beispielsweise mit einem Rechenzentrum von zehn Megawatt und erweitern dieses schrittweise – je nach Kundenanforderung – ganz einfach um weitere Module. Für ENGIE Refrigeration ist das ein sehr relevantes Feld. Mit unseren Kälte-Container GENIUM können wir genau diese Wachstumsmodelle unterstützen. Unsere Container lassen sich so auslegen, dass sie mit dem Rechenzentrum „mitwachsen“, ohne dass von Beginn an hohe Überdimensionierungen notwendig sind.

Welche Rolle spielt dabei unser bestehendes Produktportfolio?

Jürgen: Unser Portfolio ist sehr gut auf diese Anforderungen abgestimmt. Kältemaschinen bleiben State of the Art, sowohl für klassische luftgekühlte Rechenzentren als auch zur Unterstützung von hybriden Konzepten. Besonders unsere kompakten und modular einsetzbaren Containerlösungen sind für den Rechenzentrumsmarkt attraktiv, weil sie sich flexibel integrieren lassen. Ein gutes Beispiel ist unsere speziell für Data Center entwickelte QUANTUM Air Kältemaschine, bei der viele Komponenten – wie Freikühl- und Pumpenmodule, Soundpakte, eine hydraulische Systemtrennung oder Harmonische Filter – bereits integriert sind. Das reduziert den Planungs‑ und Installationsaufwand erheblich und passt so noch besser zu den Anforderungen moderner Rechenzentrumsprojekte.

Wie bewertest Du den aktuellen Stand der Flüssigkeitskühlung?

Jürgen: Liquid Cooling wird ein sicherlich ein Fokusthema der diesjährigen Data Center World sein, ist aber noch kein flächendeckender Standard. In der Realität werden weiterhin viele Rechenzentren klassisch luftgekühlt betrieben. Flüssigkeitskühlung kommt vor allem dort zum Einsatz, wo sehr hohe Leistungsdichten erforderlich sind, etwa bei speziellen Hochleistungsanwendungen oder KI‑Clustern. Wichtig ist: Auch in diesen Szenarien verschwindet die Kältemaschine nicht. Sie bleibt notwendig, um Temperaturniveaus zuverlässig abzusichern. Unsere bestehenden Kältemaschinen können bereits heute Temperaturbereiche abdecken, die auch für bestimmte Liquid‑Cooling‑Anwendungen relevant sind.

Kannst du uns ein konkretes Applikationsbeispiel nennen, das die Bedeutung natürlicher Kältemittel im Rechenzentrumsumfeld verdeutlicht?

Jürgen: Ein sehr gutes Beispiel ist ein Höchstleistungsrechenzentrum bei Stuttgart. Im Mittelpunkt dieses Projekts steht ein ganzheitliches Energiekonzept, bei dem die Abwärme der Supercomputer konsequent genutzt und in das bestehende Wärmenetz eingebunden wird. ENGIE Refrigeration liefert hierfür insgesamt acht Thermeco2 Hochtemperaturwärmepumpen. Technisch entscheidend ist dabei der Einsatz von CO₂ als natürlichem Kältemittel, das gemäß DIN EN 378 der Sicherheitsklasse A1 zugeordnet ist und damit nicht brennbar ist. Gerade in einem sicherheitskritischen Umfeld wie einem Höchstleistungsrechenzentrum ist das ein wesentlicher Vorteil. Gleichzeitig ermöglicht CO₂ sehr hohe Wirkungsgrade bei der Anhebung von Abwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau. So kann ein erheblicher Teil des Wärmebedarfs des Campus aus der im Rechenzentrum entstehenden Abwärme gedeckt werden.  Das Projekt zeigt exemplarisch, wie sich mit dem Portfolio von ENGIE Refrigeration Kälteerzeugung, Wärmerückgewinnung und Nachhaltigkeit technisch sinnvoll verbinden lassen – ein Ansatz, der für moderne und energieeffiziente Rechenzentren zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Du hast auch den Markt für Bestandsrechenzentren angesprochen. Warum ist dieser so relevant?

Jürgen: Der Markt für Refurbishment und Modernisierung wird stark wachsen. Viele bestehende Rechenzentren müssen in den kommenden Jahren energetisch und technisch aufgerüstet werden. Dabei wird nicht jedes Rechenzentrum komplett auf neue Kälteversorgungskonzepte umgestellt. Genau hier liegt eine große Stärke von ENGIE Refrigeration: Unsere Kältemaschinenserien eignen sich hervorragend für die Erneuerung bestehender Anlagen, weil sie sich gut in vorhandene Infrastrukturen integrieren lassen und gleichzeitig Effizienzgewinne ermöglichen.

Dein heutiges Fazit lautet……

Jürgen: Der Markt rund um die Versorgung von Data Center entwickelt sich rasant weiter – aber Kältetechnik wird ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Rechenzentren bleiben. ENGIE Refrigeration ist mit seinem Produktportfolio sehr gut positioniert, sowohl für Neubauten als auch für Modernisierungen. Die zentrale Aufgabe für die Zukunft wird sein, unsere technischen Stärken noch stärker in ganzheitliche Lösungsansätze einzubetten. Technologisch sind wir dafür bestens gerüstet.

Vielen Dank für die spannenden Insights, lieber Jürgen Martin!

Zusammengefasst: Kältetechnik für moderne Rechenzentren!

Kältetechnik für moderne Rechenzentren – skalierbar, effizient, AI‑ready

Der Rechenzentrumsmarkt wächst rasant, getrieben durch KI‑Workloads und steigende Leistungsdichten. ENGIE Refrigeration bietet dafür passgenaue Cooling‑Lösungen – modular, energieeffizient und schnell integrierbar.

Unsere GENIUM‑Kältecontainer unterstützen flexible, modulare Ausbaukonzepte und wachsen mit dem Rechenzentrum mit. Die QUANTUM Air liefert höchste Effizienz durch integrierte Freikühlung, Pumpenmodule und schalloptimierte Komponenten – perfekt für moderne Data‑Center‑Architekturen.

Für AI‑Cluster und High‑Density‑Cooling decken unsere Systeme die relevanten Temperaturbereiche ab – auch für Liquid‑Cooling‑Konzepte. Natürliche Kältemittel wie CO₂ ermöglichen zusätzliche Nachhaltigkeits- und Sicherheitsvorteile.

Auch im Bestandsmarkt punkten unsere Maschinen: Sie lassen sich einfach in vorhandene Infrastrukturen integrieren und steigern Effizienz und Betriebssicherheit.

Fazit: Ob Neubau, High‑Density‑AI‑Setup oder Modernisierung – ENGIE Refrigeration liefert skalierbare und zukunftssichere Kühllösungen für moderne Rechenzentren.

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